Video kennzeichnen
Standzeit, die empfohlene Einstellung und was der Video-Editor anbietet.
Ein Video-Asset öffnet einen eigenen Editor: oben die Bühne mit dem Label darüber, darunter der Zeitstrahl, rechts die Einstellungen und die Speichern-Karte.
Es gibt hier keine zwei Bearbeitungsschritte. Die Reiter „Zuschnitt“ und „AI-Label“ gehören zum Bild-Editor; beim Video liegt alles gleichzeitig auf einem Bildschirm.
Die Standzeit
Der Zeitstrahl kennt drei Zustände:
- permanent — das Label steht über der ganzen Laufzeit.
- zeitlich begrenzt — es steht in einem Fenster, das du auf dem Zeitstrahl festlegst.
- eingeblendet — dasselbe mit einer Auf- und Abblende an den Rändern.
Der Editor startet immer auf permanent. Verlässt du diesen Zustand, erscheint der Hinweis:
Permanent empfohlen für die AI-Act-Kennzeichnung — ein zeitweises Label kennzeichnet das Video nur währenddessen.
Ob und in welchem Umfang der EU AI Act für dich eine Kennzeichnung verlangt, hängt von deiner Rolle und vom Einzelfall ab. Dies ist keine Rechtsberatung.
Der Hinweis hält dich nicht auf — speichern lässt sich jede der drei Fassungen.
Beim Umschalten auf ein Fenster wird zunächst die volle Laufzeit gesetzt; die Blende beginnt bei einer Sekunde, höchstens aber bei der halben Fensterlänge. Das Fenster lässt sich nicht beliebig klein ziehen — Untergrenze ist eine Zehntel Sekunde, und die Blende darf höchstens die Hälfte davon einnehmen.
Solange die Videodauer noch nicht bekannt ist, lässt sich der Modus nicht verlassen. Der Umschalter tut dann nichts, und es erscheint keine Meldung — kurz warten, bis die Metadaten da sind.
Was der Video-Editor nicht anbietet
Keinen Format-Wähler und keinen Zuschnitt. Ein Video-Derivat behält die Auflösung der Quelle; es gibt kein Zielformat und damit nichts zuzuschneiden.
Keinen Ein-/Aus-Schalter für das Label. Ein Video-Derivat trägt immer ein Label; die Schalterzeile wird gar nicht erst gezeigt. Daraus folgt: Ohne Label-Familie lässt sich kein Video-Derivat speichern — es gibt dann keine gültige Spezifikation, und der Knopf bleibt inaktiv.
Keine automatische Variantenwahl. Der Video-Editor zeigt immer die Variantenkacheln zur Handauswahl — auch bei einer Familie mit nur einer Variante.
Was es sehr wohl gibt
Die automatische Größenberechnung. Der Umschalter „Größe & Rand“ mit „Automatisch“ und „Manuell“ steht auch hier, und die Leinwand dafür ist das native Videobild.
Solange die Metadaten fehlen — oder nach einem Abspielfehler nie kommen —, gelten die gespeicherten Zahlen; speichern lässt sich trotzdem. In diesem Fall verschwindet allerdings die freie Platzierung: Ohne Bildmaße gibt es kein ziehbares Overlay, also bleibt nur das Ankerraster.
Bei einem Hochformat-Video dreht der Editor das Label selbst auf die vertikale Ausrichtung — sobald die Metadaten da sind und dein Arbeitsbereich die Rotation nicht ausdrücklich anders gesetzt hat.
Unter der Bühne zeigt der Zeitstrahl zehn echte Einzelbilder aus dem Clip. Scheitert das, steht dort eine Verlaufsfläche statt der Bilder — die Kennzeichnung ist davon nicht betroffen.
Wenn das Bild zu klein ist
Passt die sichtbare Schrift nicht auf das Videobild, wird nichts eingebrannt: Es entsteht keine Spezifikation, die Vorschau zeigt kein Label und der Speichern-Knopf bleibt inaktiv. „Zu klein“ ist dabei eine Aussage über die sichtbare Schriftbreite, nicht über eine Pixelzahl.
Der Ausweg ist „Größe & Rand“ auf „Manuell“; der Knopf neben der Warnung stellt genau das um.
Voraussetzungen
Die Prüfung muss durch sein. Bis dahin steht statt des Editors die Sperrmeldung mit einem Knopf zum Wiederholen.
Die Verarbeitungsgrenzen gelten schon beim Hochladen: 3 Minuten Laufzeit und Full HD. Beides wird beim Auswählen der Datei geprüft, nicht erst beim Rendern.