Eine Ausgabe erzeugen
Format, Zuschnitt, Label, speichern — die beiden Schritte des Editors.
Der Editor ist die Detailseite eines Assets. Er teilt die Arbeit in zwei Schritte, die über der Leinwand als Reiter stehen: „Zuschnitt“ und „AI-Label“. Der Zuschnitt wird auf dem Original gezogen, das Label liegt auf der fertigen Ausgabe. Schritt 2 ist von Anfang an anklickbar — jeder Wert hat eine Vorbelegung.
Voraussetzung: Das Asset ist geprüft, und sein Format ist eines der vier bearbeitbaren — PNG, JPEG, MP4 oder MOV. Andere Formate bekommen eine reine Ansichtsseite; Videos bekommen einen eigenen Editor.
Schritt 1 — Zuschnitt
Links die Leinwand mit dem Original, rechts die Spalte „Derivat-Einstellungen“. Die Zoom-Leiste — Einpassen, Originalgröße und zwei Schritt-Knöpfe — gibt es nur hier.
Format wählen
Der Wähler bietet drei Arten von Kacheln in fester Reihenfolge:
- „Freiform“ — Rahmen frei ziehen, die Ausgabegröße ist der Zuschnitt. Zweite Zeile der Kachel: „freier Zuschnitt · native Größe“.
- „Original“ — kein Zuschnitt, keine Skalierung, native Pixel. Zweite Zeile: „nur Label · native Größe“.
- Die Formate deines Arbeitsbereichs, mit Maßen und Seitenverhältnis.
„Original“ ist die Voreinstellung — und liefert nicht die Quelldatei. Die Kachel bedeutet: nicht zuschneiden, nicht skalieren, aber das Label einbrennen. Was dabei entsteht, ist eine neu gerenderte, signierte Ausgabe.
Die echte Quelldatei bekommst du woanders: in der Downloads-Schublade, Abschnitt „Original“, Zeile „Quelldatei“ — ohne Label und ohne verstag-Signatur. Eine Auflösung in dpi wird für die Ausgabe „Original“ nicht gesetzt; es gilt weiter, was das Original über seine physische Größe sagt.
„Freiform“ und „Original“ sind ausgegraut, bis der Browser die Bildabmessungen gemeldet hat. Solange gibt es auch nichts zu speichern.
Neue Formate legst du hier nicht an — das gehört in den Formatkatalog unter Einstellungen → Formate.
Zuschnitt-Modus
Drei Modi: „Auto · Mitte“, „Auto · Motiv“ und „Manuell“. Bei „Freiform“ entfällt die Auswahl — dort ziehst du den Rahmen selbst.
„Auto · Motiv“ sucht das Motiv über Kanten, Kontrast und Entropie — keine Objekt- und keine Gesichtserkennung. Der Rahmen auf dem Bildschirm ist eine Näherung; der endgültige Zuschnitt entsteht beim Rendern. Das Info-Symbol an der Messzeile sagt das an Ort und Stelle: „Der Zuschnitt entsteht erst beim Rendern (Saliency) — dieser Rahmen ist die Näherung.“
„Manuell“ ist wählbar, sobald Bild- und Zielmaße bekannt sind. Der Rahmen lässt sich ziehen, an den Ecken skalieren und mit den Pfeiltasten fein verschieben.
Schritt 2 — AI-Label
Die Leinwand zeigt jetzt die Ergebnis-Vorschau, die Spalte den Bereich „AI-Label“.
Der Ein-/Aus-Schalter heißt „„AI GENERATED“-Label einbrennen“ und trägt diesen Text unabhängig davon, welche Label-Familie du gewählt hast. Auch mit einer EU-Vorlage oder einer eigenen Familie steht dort „AI GENERATED“.
Der Schalter fehlt in zwei Fällen:
- Der Arbeitsbereich schreibt das Label vor. Dann steht dort: „Das Label ist durch die Tenant-Policy vorgeschrieben — ohne Label bleibt dieses Derivat nach dem Rendern nicht herunterladbar.“
- Es gibt keine Label-Familie. Dann stehen statt aller Regler der Satz „Keine Label-Familie eingerichtet — ohne Vorlage lässt sich kein Label einbrennen.“ und der Weg zu Einstellungen → Labels.
Die weiteren Regler erscheinen, sobald das Label an ist und eine Familie gewählt wurde. Die Familien-Auswahl selbst zeigt sich nur, wenn es mehr als eine gibt.
Variante: automatisch oder manuell
Auf „Manuell“ siehst du die Variantenkacheln. Auf „Automatisch“ steht stattdessen der gemessene Kontrastbefund — Urteil, Zahl, Mindestwert (4,5 : 1) und der Name der Variante, die eingebrannt wird. In der Automatik ist diese Zeile die einzige Stelle, die die gewählte Variante nennt.
Hat eine Familie nur eine Variante, ist die Umschaltung gesperrt und sagt es: „Nur eine Variante vorhanden“.
Schlägt die Messung fehl, springt die Auswahl sichtbar auf „Manuell“ zurück. Ein Klick auf „Automatisch“ startet einen neuen Versuch.
Größe & Rand
Ebenfalls zwei Modi. Auf „Automatisch“ rechnet verstag beide Werte aus, die Regler verschwinden und eine Ergebniszeile tritt an ihre Stelle. Sie zeigt entweder die berechneten Werte, den Hinweis „Vorlage nicht kalibriert“ — dann gelten die manuell eingestellten Zahlen — oder die Warnung „Ausgabegröße zu klein für ein Label“ mit einem Knopf, der auf „Manuell“ umstellt.
Die freie Platzierung gibt es nur im manuellen Modus. Bei verankertem Label steht ein 3×3-Raster; bei freier Position lässt sich das Label in der Vorschau mit der Maus ziehen und, sobald es den Fokus hat, mit den Pfeiltasten verschieben.
Speichern
Der Speichern-Knopf steht nur in Schritt 2. In Schritt 1 steht an derselben Stelle „Nächster Schritt“ mit dem Knopf „Weiter zu Labeling“.
Bedienbar ist er, wenn drei Dinge zugleich gelten: das Asset ist geprüft, die Bildabmessungen sind gemessen, und es gibt eine gültige Spezifikation.
Darüber steht unter der Überschrift „Spec · Edit Decision List“ die nummerierte
Liste der Schritte, die auf die Ausgabe angewendet werden; ihre Reihenfolge ist
die Reihenfolge der Bearbeitung. Was die Automatik entschieden hat, ist dort
markiert: auto(NN%) bei berechneter Größe, auto(variante) bei automatischer
Variantenwahl.
Nach dem Speichern erscheint eine gekürzte Kennung der Ausgabe unter dem Knopf und zusätzlich als kurze Meldung. Jede weitere Änderung an Format, Zuschnitt oder Label setzt diese Erfolgsmeldung zurück.
Solange die Prüfung nicht durch ist
Über der Leinwand steht dann ein Warnbanner. Es kennt drei Zustände — Prüfung läuft, Prüfung fehlgeschlagen, noch nicht verifiziert — und bietet in den letzten beiden einen Knopf zum Starten an.
Gesperrt ist dabei nur das Speichern. Format, Zuschnitt und Label lassen sich weiter bedienen; du kannst alles vorbereiten und speicherst, sobald die Prüfung durch ist.
Wird die Prüfung fertig, während du zusiehst, tritt an die Stelle des Banners die Meldung „Analyse abgeschlossen“. Warst du noch in Schritt 1, trägt sie einen Knopf „Weiter zur Kennzeichnung“. Ein Asset, das beim Öffnen schon geprüft war, bekommt diese Meldung nicht.
Was schiefgehen kann
Die Ergebnis-Vorschau bleibt bei „Bild wird geladen …“. Die Abmessungen meldet ausschließlich die Leinwand aus Schritt 1. Wer nach Schritt 2 wechselt, bevor das Original dort geladen war, wartet in Schritt 2 vergeblich — zurück in Schritt 1, das Bild laden lassen, dann wieder vor.
Der Speichern-Knopf bleibt inaktiv, obwohl alles eingestellt ist. Dann fehlt eine der drei Bedingungen. Am häufigsten sind es die Bildabmessungen — dieselbe Ursache wie oben.
Es gibt keine Spezifikation, und statt „Format wählen …“ steht etwas anderes in der Liste. Das Label passt nicht auf diese Ausgabegröße. Dann entsteht gar keine Ausgabe; der Ausweg ist „Größe & Rand“ auf „Manuell“.
Das Label fehlt in der Vorschau, obwohl es eingeschaltet ist. Die Vorschau zeigt nie die rohen Reglerwerte, sondern das aufgelöste Ergebnis. Wo die Kennzeichnung auf dieser Leinwand nicht möglich ist, wird auch nichts gezeichnet.
Die Vorschau weicht vom Ergebnis ab. Maßgeblich ist immer das gerenderte Derivat — bei „Auto · Motiv“ steht das zusätzlich am unteren Rand: „Vorschau ≈ Ergebnis: Framing wird beim Rendern berechnet“.