Content Credentials

Was im Manifest steht, wer es signiert — und was nicht darin steht.

Content Credentials sind die maschinenlesbaren Herkunftsangaben in der Datei — nach dem offenen C2PA-Standard signiert. verstag bettet sie beim Rendern in jede Ausgabedatei ein.

Was im Manifest steht

Der Erzeuger. Immer verstag, samt Programmversion.

Urheber und Rechte — nur, wenn du sie einträgst. Unter Einstellungen → Content Credentials gibt es drei Felder: Urheber, Copyright-Vermerk und Credit-Zeile. Was du leer lässt, steht nicht im Manifest. verstag trägt dort von sich aus nichts ein — wem ein Bild gehört, weiß nur du.

Der Bearbeitungsverlauf. Eine Liste von Aktionen in der Reihenfolge, in der sie geschahen.

Das Ausgangsmaterial. Die hochgeladene Datei wird als Bestandteil geführt und je nach Container mit „Source image“ oder „Source video“ betitelt.

Ein eigenes kleines Vorschaubild. Das ist, was ein fremdes Prüfwerkzeug als „das wurde signiert“ anzeigt.

Die Nutzungsangabe deines Arbeitsbereichs — wofür der Inhalt verwendet werden darf. Sie steht zusammen mit den Rechte-Feldern unter Nutzung und Rechte.

Was nicht darin steht

Nichts über dich, deinen Arbeitsbereich oder deine Kunden. Weder dein Name noch eine Arbeitsbereichs- oder Nutzerkennung erreichen das Manifest.

Nicht, womit das Ausgangsmaterial entstanden ist.

Der Bearbeitungsverlauf

Das Manifest beginnt immer mit c2pa.opened: verstag erzeugt die Pixel nicht, sondern öffnet das eingelieferte Material als Ausgangsbestandteil.

Danach steht je Bearbeitungsschritt eine eigene Aktion:

Was du tustWas im Manifest stehtWie die Anwendung es anzeigt
Zuschneidenc2pa.cropped„Zugeschnitten“
Auf ein Format skalierenc2pa.resized„Skaliert“
Label einbrennenc2pa.addedText„Text eingefügt“

Abgeschaltete Schritte erscheinen nicht. Ein deaktiviertes Label, ein Zuschnitt im Modus „kein“ und eine Skalierung auf „keine“ werden übersprungen.

Jede dieser Aktionen trägt als Quelltyp „Von Menschen bearbeitet“. Das ist eine Aussage über den Bearbeitungsschritt, nicht über die Herkunft des Bildes. Die Herkunft des Assets steht getrennt davon und wird nur aus dem Ausgangsmaterial übernommen: Ist sie unbekannt, fehlt das Feld ganz.

Fremde Manifeste bleiben erhalten

Brachte die hochgeladene Datei bereits Content Credentials von woanders mit, bleiben sie erhalten und werden als Ausgangsbestandteil weitergeführt. Entfernt wird nur ein eigenes verstag-Manifest, und auch das nur, wenn darunter keine fremde Herkunft liegt.

Beim Video wird gar kein vorheriges Manifest entfernt.

Wer signiert

Es gibt keine arbeitsbereichseigene Signaturidentität. Signiert wird immer mit der Identität von verstag.

Kann nicht signiert werden, entsteht keine Ausgabe. Eine unsignierte Datei wird nie ausgeliefert; die signierte Datei wird vor dem Speichern noch einmal geprüft.

Was das Siegel „Von verstag signiert“ bedeutet

Es erscheint nur, wenn zwei Dinge zugleich gelten: Das Manifest ist strukturell gültig, und der Erzeuger des aktuellen Schritts beginnt mit „verstag“.

„Strukturell gültig“ heißt nur, dass Signatur und Datensatz unversehrt sind — ein selbstsigniertes Manifest erfüllt das ebenfalls. Ob der Unterzeichner auf der offiziellen Liste steht, ist eine zweite Prüfung; sie steht unter Zeitstempel und Vertrauen.

Wann signiert wird

Beim Rendern, nicht beim Exportieren. Zeitpunkt und Zertifikatsnummer stehen danach an der Ausgabe. Ein einmal signiertes Manifest ändert sich nicht mehr — auch nicht, wenn du deine Nutzungsangabe später änderst.

Der Download des Originals umgeht Signatur und Label; mehr dazu unter Was signiert ist und was nicht.

Wer das liest

Nicht nur verstag. Der Datensatz folgt einem offenen Standard, den unter anderem Plattformen, Suchmaschinen und Prüfwerkzeuge auswerten können.

Die Anzeige in der Anwendung zeigt lange Ketten gekürzt. Der vollständige Datensatz ist der Manifest-Download — „Manifest herunterladen“ auf der Ergebniskarte, „Content Credentials (JSON)“ im Menü einer Ausgabe.

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