Herkunftskette und Bestandteile

Was vor dieser Fassung war, was hineingeflossen ist — und wo die Anzeige aufhört.

Drei Begriffe, drei Ebenen. Das Manifest ist der signierte Herkunftsdatensatz des aktuellen Zustands. Die Kette sind seine Vorgänger. Die Bestandteile sind das, was in diesen Zustand eingeflossen ist.

Die Kette

Neben dem Ergebnis läuft die Kette von oben nach unten: der neueste Zustand zuoberst, mit „Aktuell“ ausgezeichnet, darunter seine Vorgänger. Jeder Schritt zeigt das im Manifest mitgeführte Vorschaubild — steht dort „kein Vorschaubild“, hat der Unterzeichner keines eingebettet —, den Signierzeitpunkt oder „ohne Zeitstempel“, und die Anwendung, die das Manifest erzeugt hat.

Fremde Manifeste bleiben erhalten. Eine Kamera, Adobe, ein Bildgenerator — was eine Datei an Vorgeschichte mitbrachte, wird nie entfernt.

Prozess und Bestandteile

Unter den Einzelangaben steht der Abschnitt „Prozess“: die verwendete Anwendung und darunter die Bearbeitungsschritte des aktuellen Manifests, in der Reihenfolge, in der sie eingetragen wurden — „Geöffnet“, „Zugeschnitten“, „Skaliert“, „Text eingefügt“ und die übrigen. Ein Schritt mit weiteren Angaben lässt sich aufklappen: Zeitpunkt, Agent, Parameter, Quelltyp, Beschreibung.

Darunter die „Bestandteile“, jeder mit seiner Rolle: Ausgangsbild, Bestandteil oder Eingabe. Und, sofern das Manifest ihn nennt, der Aussteller unter „Ausgestellt von“.

Die inhaltliche Einstufung

Die Angabe zur Entstehung — „Digitalaufnahme“, „Mit generativer KI erzeugt“, „Mit generativer KI bearbeitet“, „Montage mit KI-Elementen“, „Bildschirmaufnahme“ und weitere — stammt aus dem IPTC-Vokabular, einer festen Liste. verstag übernimmt sie beim Import aus der Datei und erfindet sie nie.

Sie steht in den Einzelangaben unter „Quelle“ und, wenn ein einzelner Bearbeitungsschritt sie trägt, aufgeklappt unter „Quelltyp“. Fehlt sie, heißt das nicht „kein KI-Bild“ — die meisten Dateien tragen diese Angabe nicht.

Wo die Anzeige aufhört

Höchstens 10 Kettenschritte und 20 Bestandteile werden angezeigt. Ist die Kette länger, endet die Liste mit „… weitere Schritte vorhanden (Anzeige begrenzt)“. Sehr lange Werte und Beschreibungen werden nicht angezeigt.

Wer den vollständigen Datensatz braucht, lädt das Manifest herunter. Der Knopf „Manifest herunterladen“ steht auf der Ergebniskarte und erscheint nur, wenn die Datei ein Manifest trägt. Die heruntergeladene Datei trägt den Namen der geprüften ohne deren Endung, dafür mit .c2pa-manifest.json — aus photo.jpg wird photo.c2pa-manifest.json. Darin stehen Kette, Angaben und Prüfergebnisse.

Bei einem Asset in der Bibliothek

In der Bibliothek ist die Kette ein Knopf und keine automatische Anzeige: „Herkunftsdetails anzeigen“. Er erscheint erst, wenn die Prüfung des Assets abgeschlossen ist.

Wo er steht, hängt davon ab, ob sich das Asset bearbeiten lässt. Bei einer Datei mit Editor liegt er nicht auf der Seite, sondern im Dialog „Technische Informationen“, den der Knopf „Technische Details“ in der Kopfzeile des Editors öffnet; dort unten, unter der Überschrift „Herkunftskette“. Bei einem reinen Prüf-Asset — einem Format, das sich prüfen, aber nicht bearbeiten lässt — steht er direkt auf der Seite.

Dauert das Lesen zu lange, endet es mit „Die Prüfung dauert ungewöhnlich lange. Bitte erneut versuchen.“

Zwei Antworten sehen ähnlich aus und sind es nicht:

  • „Diese Datei enthält kein C2PA-Manifest.“ — es ist keines da.
  • „Ein C2PA-Manifest ist vorhanden, aber die Herkunftskette konnte nicht gelesen werden.“ — es ist eines da, und das Lesen ist gescheitert.

Manifeste außerhalb der Datei

Der Standard erlaubt, das Manifest nicht in die Datei zu legen, sondern nur einen Verweis darauf. Eine Datei, deren Manifest nur unter einer Adresse liegt, wird gelesen, als trüge sie keines. Solche Dateien sind selten.